Seit vielen Jahren finden in neuapostolischen Kirchen Gottesdienste für Hörgeschädigte statt. Hierzu werden unterschiedliche Gottesdienstorte genutzt. Neben hörgeschädigten Glaubensgeschwistern sind auch Gläubige weiterer Konfessionen herzlich willkommen.
Die Predigt wird in Lautsprache vorgetragen und mit lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG) unterstützt. Dadurch kann der Gottesdienst sowohl von Hörenden, als auch von Hörgeschädigten gemeinsam erlebt werden. Die hörgeschädigten Gottesdienstteilnehmer sitzen immer in der Nähe des Altars, um die Gebärden zu erkennen und vom Mund des Predigers ablesen zu können. Gemeindegesang und Vorträge des Chores werden ebenfalls in die Gebärdensprache übersetzt.
Die Amtsträger predigen langsam, mit leicht verständlichen Worten und in kurzen Sätzen. Dadurch können auch Hörgeschädigte und Kinder dem Gottesdienst gut folgen. Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, durch Gespräche und gemeinsames Essen Gemeinschaft zu pflegen.
In einigen Gemeinden erfolgt regelmäßig die Übersetzung in lautsprachbegleitenden Gebärden. So sind hörgeschädigte Mitglieder in das Gemeindegeschehen vor Ort eingebunden. Nach den vor Ort gegebenen Möglichkeiten soll dieses Angebot ausgebaut und somit zu gelebter Inklusion beitragen.
Einige Amtsträger sowie weitere Gemeindemitglieder können mit lautsprachbegleitenden Gebärden kommunizieren. Das ermöglicht Begleitung und Beratung in verschiedenen Situationen des (Glaubens-)Lebens und bildet so die Basis für vertrauensvolle Seelsorge. Über die nachfolgende E-Mailadresse kann Kontakt zu kompetenten Ansprechpartner hergestellt werden:
bhb@nak-nordost.de
Neuapostolische Kirche