Bischof Beutz besuchte die Geschwister in Großefehn

- Entscheidungen auf göttliche Weisheit gründen - Vernünftig miteinander umgehen, denn: Wer Frieden im Herzen hat, ist unermeßlich reich!

Bischof Beutz brachte der Gemeinde zunächst ein Trostwort aus Psalm 34 (Vers 5) zu Gehör: Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Dazu erläuterte er das darin enthaltene Suchen, indem er auf das Gebet verwies und stellte das Strahlen vor Freude deutlich vor Augen. "Du wirst strahlen über das Wiedersehen mit den Lieben, die Du dann wiedersehen kannst und auch darüber, dann den tiefen Sinn hinter allen erlebten Dingen erkennen zu können. Gott legt niemandem etwas Unnützes auf."

Gewisse Lebenssituationen zeigen sich dann als Hilfe zu erkennen, "wie Du zu ihm stehst und ob Du bereit bist, nach seinen Vorgaben zu handeln und die bereitgestellten Kräfte zu nutzen. Denn die auf ihn Harren, werden auffahren mit Flügeln wie Adler." Er untermauerte diesen Gedanken mit dem Sinnspruch Die Dinge dieses Lebens stören nicht des Adlers Flug, wenn sie Dich stören, fliegst Du noch nicht hoch genug und ermunterte die Gemeinde, Jesus nachzufolgen und sich von der Thermik des Heiligen Geistes tragen zu lassen und aus der gewonnenen Perspektive durch den Glauben über den Dingen zu stehen. Diese Aufwinde des Heiligen Geistes geben ein Gefühl für das große Ganze und helfen weiterzugehen und nicht matt zu werden.

»Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand« (Spr 3,5)m, lautet der Bibelvers zu diesem Gottesdienst. "Der Verstand", so der Bischof dazu, "soll nicht über Gott stehen. Wir haben doch den Heiligen Geist, wir fühlen das und können bewusst entscheiden: nicht mein, sondern dein Wille geschehe!" Das Fassungsvermögen des menschlichen Verstandes ist begrenzt. Er erinnterte daran, was Maria sagte, als der Engel ihr, der Jungfrau, die Geburt eines Sohnes angekündigte: „Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß?“ (Lk 1,34). Natürlich ist es nicht denkbar und gegen jede Erfahrung, dass eine Jungfrau ohne Zutun eines Mannes schwanger wird. Der Engel erklärt: „Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich“ (Lk 1,37). Maria hatte Vertrauen und Glauben, als sie sagte: „Mir geschehe, wie du gesagt hast."
Vieles lässt sich vom menschlichen Verstand nicht erfassen. Aber wenn Glaube und Verstand sich miteinander verbinden, wenn es gelingt, sich in den Willen Gottes hineinzudenken und den eigenen Willen zurückzustellen, entsteht Frieden im Herzen. Die Empfehlung erging danach zu fragen, was Jesus tun würde, und danach zu handeln. "Wer dann den Frieden im Herzen erlebt, ist unermeßlich reich", stellte er in Aussicht.

Nach dem Mitdienen des Bezirksältesten bereitete der Dienstleiter die Feier des Heiligen Abendmahles vor, erklärte, dass die Sündenvergebung Kraft hat und Authorität, aber kein Automatismus sei. "Wenn Du dir darüber im Klaren bist, welche Energien die Sündenvergebung hat, wird sich Dein Leben ändern." Wenn man ungereicht behandelt wurde, soll man es dem Herrn überlassen, der weiß, was Recht ist. "Lass ihn machen! Wenn Du verstehst, dass Jesus für Dich und Deine Sünden ans Kreuz gegangen ist, wird sich Dein Leben ändern", bekräftigte er. "Sei weise und verlass Dich auf den Herrn."

Nach Abschluss des Gottesdienstes gratulierte die Gemeinde dem Vorsteher im Ruhestand Hansjürgen Hummels zum 75. Geburtstag und sang "Großer Gott, wir loben dich".